Archiv der Kategorie 'Allgemein'

shutdown-hamburg.org

20 Jahre Jungle World

22. April: AfD-Bundesparteitag blockieren!

Die „Strassen aus Zucker“ #12 ist draussen

Hier kostenlos online lesen:

Hamburg 7./8. Juli / G20-Treffen / Proteste

Hier eine Liste mit Links zu Infos rund ums G20 Treffen:

http://www.g20-entern.org/
https://www.g20hamburg.org/de
http://www.g20-hamburg.mobi/
http://www.g20-protest.de
http://www.interventionistische-linke.org/
https://umsganze.org/

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust

91116

Am Mittwoch, 09. November 2016 findet zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 und an die Opfer des Nationalsozialismus eine Gedenkstunde statt, zu der jede/r herzlich eingeladen ist. Der Arbeitskreis „9. November Lemgo“ organisiert in jedem Jahr diese Veranstaltung und möchte dadurch sowohl dem Vergessen entgegenwirken als auch gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt Stellung beziehen.

Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr im Hof des Frenkelhauses (Echternstr. 70 A, 32657 Lemgo). Anschließend gehen die Teilnehmer/innen gemeinsam schweigend zur Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in der Neuen Straße, wo gegen 18.00 Uhr der zweite Programmteil beginnt. Alle Teilnehmer/innen können gern Kerzen oder Windlichter mitbringen.

Flyer mit Programm der Gedenkveranstaltung

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## …ums Ganze! Kongress #4

**Digitaler Kapitalismus und kommunistische Wette – 24-11-2016 – 26-11-2016 Hamburg**

In Kooperation mit der _Gruppe für den organisierten Widerspruch (GROW)_

Zwei Dinge sind zur Gewissheit geworden: Erstens ist Anfang der 1970er Jahre mit der ‚Erschöpfung‘ des Fordismus und dem Aufstieg von Finanzkapitalismus und Neoliberalismus sowie der mikroelektronischen Revolution „etwas passiert“. Anscheinend ist ein Ereignis im starken Sinne eingetreten, d.h. ein grundlegender gesellschaftlicher Umbruch, wenn auch _innerhalb_ des Kapitalismus. Es ist ein Umbruch, dessen Umfang noch unklar ist und der daher zunächst durch den Platzhalter eines „Post-“ markiert wurde: Post-Fordismus, Post-Demokratie, Post-Moderne. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe positiver Begriffe: Digitalisierung, Industrie 4.0., Wissenskapitalismus. Die Bedeutung dieses Umbruchs bleibt aber umstritten. Er hat beides mit sich gebracht, neue Formen der Herrschaft wie des Widerstandes, der Produktivkräfte wie der Krisen – und damit der Krisenpolitik. Mehr noch, seit der Finanzkrise von 2007 und dann noch einmal 2011ff. mit der ‚Rückkehr des Politischen‘ im Zuge der Besetzungen der Plätze rund um den Globus gibt es zweitens sogar das Gefühl, dass erneut ein Umbruch ansteht, auch wenn sich die daran geknüpften Hoffnungen eines Aufbruch zerschlagen haben. Jedenfalls gibt es eine anhaltende Krisenanfälligkeit des Finanzkapitalismus und eine Delegitimierung des Neoliberalismus. Aber beide gehen unvermindert weiter, wir befinden uns in einer eigentümlichen Situation des rasenden Stillstands.

Es gibt einen Begriff, der sowohl die Erschöpfung des klassischen Industriezeitalters als auch den Aufstieg neuer Formen in Ökonomie und Politik berührt. Es ist der Begriff der Technik. Technik ist umfassend zu verstehen. Es gibt neue Techniken des Ökonomischen (Finanzmarktkapitalismus, Derivate etc.) mit neuen Formen der Arbeit. Es gibt neue Techniken des Politischen ( „Techniken des Selbst“, Postdemokratie, Austeritätspolitik), auch aufseiten der radikalen Linken (vor allem in der Anrufung des Politischen selbst: nicht-repräsentativer Formen des Gemeinsamen, die Besetzung der Plätze). Und es gibt eine neue Technik im engen Sinne, nämlich die universelle Rechenmaschine Computer, sowie, in ihrer Folge, die Digitalisierung der Welt, mit ihren Wirkungen für das genannte Ökonomische und Politische, für das Soziale und das Kulturelle, das Subjekt und die Geschlechterverhältnisse. Kurz: die Gesellschaft stellt sich nicht mehr nach dem Bild der Dampfmaschine her, aber auch nicht mehr nach dem Bild des Fließbandes, sondern nach dem Bild der universellen Rechenmaschine, der Datenverarbeitung und der Vernetzung.

Die Digitalisierung stellt ein dominantes Moment der derzeitigen Veränderungen dar. Sie ermöglicht neue Automatisierungsschübe und ist als Informationstechnologie zugleich eine Metatechnologie, die die Rekombination vorhandener Technologien zu neuen technologischen Systemen erlaubt. Mit „dem Digitalen“ ist die gesamte Technologie des Digitalen gemeint. Entscheidend ist, das sie nicht neutral ist. Die Technik ist etwas Gesellschaftliches, und das gilt ‚analog‘ für das Digitale. Unser Ausgangspunkt muss daher zunächst dessen kritische Bestimmung sein. Diese Kritik muss nicht nur diejenige radikale Kritik, die es an der kapitalistischen Produktionsweise überhaupt zu formulieren gilt, am Digitalen genauer ausweisen. Vielmehr ist zu zeigen, dass die kapitalistische Produktionsweise selbst eine Technik ist, eine Technik der Freisetzung der Produktivkraft und ihrer Steigerung, eine Technik der Produktion und der Verwertung, eine Technik der Ausbeutung, der Herrschaft und der Aneignung.

Die Reproduktion des Kapitalismus, und vor allem die Aktualisierung und Erweiterung seiner Reproduktion durch all die Bereiche, die zu dieser Reproduktion dazugehören, vollzieht sich durch die Technologien des Digitalen. Mit ihr tauchen dieselben gegensätzlichen Positionen innerhalb der Kapitalismuskritik wieder auf: Müssen wir die Technik von den kapitalistischen Verhältnissen und Zwecken ihrer Anwendung befreien, um ihr Potenzial für die Verwirklichung einer andere Gesellschaft zu nutzen? Oder ist Technik an sich schon eine Form der Herrschaft und muss deswegen zerstört werden? Sind wir, weil sich die kapitalistische Gesellschaft durch die neue Technologien rekonstituiert und erweitert reproduziert, dazu verdammt, auch unsere Kritiken lediglich zu aktualisieren? Auch um diesen Wiederholungszwang muss es auf dem Kongress gehen.

Infos: techno.umsganze.org

Zumtobel: Polizeieinsatz gegen Streikende

von Hans-Gerd Öfinger

Seit zwei Wochen streiken die Beschäftigten des Leuchtenwerks Zumtobel in Usingen (Hessen) für einen Sozialtarifvertrag und protestieren gegen die geplante Demontage und Schließung des Betriebs. In den beiden letzten Tagen hat sich der Konflikt zwischen den in der IG Metall organisierten Beschäftigten und dem Zumtobel-Konzern weiter zugespitzt.

So erlebten die Streikenden am Mittwoch vor dem Werktor einen massiven, martialisch anmutenden Polizeieinsatz. Sie harren seit dem 1. September Tag und Nacht vor dem Tor aus und wollen damit verhindern, dass eine Demontage der Produktionsanlagen ihre Verhandlungsposition schwächen könnte. Am Mittwochvormittag fuhr ein Lkw-Konvoi in Begleitung starker Polizeikräfte vor und begehrte Einlass ins Werk. Die Streikenden blockierten jedoch den Zugang. Die Werksleitung pochte auf ihr Hausrecht und drohte mit der Räumung. „Der Polizeieinsatz hat uns aufgerüttelt“, berichtet uns ein streikender Kollege und Augenzeuge: „Obwohl wir nicht gewaltbereit waren, erschienen für jeden von uns mindestens zwei Polizisten im Kampfanzug mit Schildern und Knüppeln. Auch ein Polizeihund war dabei. Mit Polizeikameras wurden wir alle gefilmt. Das war völlig überzogen und eine Verschwendung von Steuergeldern.“

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2./3. Oktober in Dresden

theorie.org

theorie.org

theorie.org ist eine Publikationsreihe, die sowohl dem Interesse an theoretischen Grundlagen linker Politik als auch dem Bedürfnis nach inhaltlicher Reflexion politischer Praxis der vergangenen Jahrzehnte Rechnung trägt.

theorie.org arbeitet die zentralen Themen linker Debatten kritisch auf, fasst ihre Resultate zusammen und versucht, zentrale Gedanken für die Zukunft festzuhalten. Dabei nähern sich die Autorinnen und Autoren ihrem Gegenstand sachlich, nüchtern und ohne Nostalgie, aber mit stets emanzipatorischem Anspruch.

theorie.org vermittelt verständlich aufbereitetes Überblickwissen, ohne oberflächlich zu sein. Die Reihe will Orientierungshilfe geben, Perspektiven aufzeigen und zur Erneuerung emanzipatorischer Praxis beitragen.

theorie.org ist eine Basisbibliothek für alle kritischen Köpfe, die sich z.B. in Schule, Uni oder politischen Gruppen mit linker Theorie auseinandersetzen, dabei aber feststellen müssen, dass linke Traditionen abgebrochen sind und einstmals weit verbreitetes Wissen verloren gegangen oder nur noch schwer zugänglich ist.

theorie.org setzt auf eine zweckmäßige Arbeitsteilung von klassischem Medium Buch und Internet: Im Netz können zu jedem gedruckten Band ergänzende Informationen abgerufen werden.